Wie Tag und Nacht

Ein musikalisch tierisches Theater für groß und Klein.

Es ist die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem Hahn und einer Eule.  Sie ist die uneingeschränkte Königin der Nacht und er glänzt dafür Tags über. Im Morgengrauen begegnen sie einander.

Anfangs nur zufällig, aber nach und nach wird daraus ein System und nach einigen Abenteuer und Aufruhr in Wald und Hof, entfaltet sich eine ganz große Liebesgeschichte. 

Figuren

Die Eule
Der Hahn
Der Dachs
Ein Reh 
Der Fuchs 
Ein Frischling mit 
seiner Mutter 
das Reh
ein paar Hühner

Das Theaterstück kann von Schulen, die Mitglied des Vereins ARTig&klug sind, kostenlos bezogen werden. Sie haben das Recht das Stück in ihrer Schule aufzuführen, so lange sie Mitglieder sind, alle anderen bitte auf Anfrage.

ch will mehr darüber wissen ...


Text: Michael Sauter

Leseprobe

Szene 2
Da erscheint die Eule im Fluge. 

EULE 
Was ist das für ein Gegrunze und Gequieke da, ich hab euch bis zu den Hügeln hinauf gehört. Alles in Ordnung? 

DACHS 
Ein Frischling. Frisch aus der Rotte gefallen. Zu neugierig – wie immer. 

EULE 
Das kann den Besten passieren. Wir helfen dir, kleiner Freund, deine Rotte werden wir schon wiederfinden. 

FRISCHLING 
Wirklich? Ihr werdet mich nicht fressen? 

DACHS 
Nein, wir fressen keine Schweine. 

EULE 
Und schon gar nicht so kleine. 

DACHS 
Wir finden deine Familie. 

FRISCHLING 
Was, ihr werdet mir helfen? Auch wenn ich ein bisschen laut war…? 

EULE 
Ja klar, besser als würdest du wieder anfangen nach deiner Mama zu quieken. 

DACHS 
Laut ist nicht so schlimm, aber verloren sein schon. Ich kann schnüffeln. Ich rieche, ob hier frische Spuren sind. 

Plötzlich hört man Hufgetrappel und ein Reh kommt aus dem Dickicht. 

REH (aufgeregt) 
Ich habe Stimmen gehört… Es war so laut und dann ganz still. Ist jemand gefressen worden? War's ein Wolf, ein Fuchs? Wo ist der Übeltäter? Ist jemand verletzt? 

EULE 
Es ist ein Frischling, allein unterwegs. Wir suchen seine Familie. 

REH 
Oh, so eine Sauerei, aber ich kenne ihre Wege. Die Wildschweine ziehen oft in Richtung Bach. Ich zeig euch den Weg. 

Die vier gehen von der Bühne ab.



Lied des Dachses:

Ich schnüffel nachts, 
Ich schlaf am Tag, 
Weil ich das Dunkle lieber mag. 
Ich wälz mich leis'.
In Laub und Gras, 
Und grummel durch den feuchten Spaß 
Ich bin der Dachs, nicht laut, nicht schnell, 
Doch klug, geduldig und ziemlich hell. 
Wer wissen will, 
Was nachts geschieht frag mich 
ich folg' der Spur, die keiner sieht. 
Ich kenn den Wolf, den Fuchs das Reh. 
Erschnüffel sie brauch' sie nicht sehn. 
Ich bin der Dachs, nicht laut, nicht schnell, 
Doch klug, geduldig, und richtig hell.